Corona: Wo sind alle Bettler hin?

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Mit den zahlenden Gästen sind auch die bettelnden “Fremden” verschwunden. Wie es dazu kam, gezeigt am Beispiel Innsbruck – von Sabine Wallinger 12. Dezember 2020, erschienen im 20er und im Standard.

Frau Hitt entstammte einem adeligen Tiroler Riesengeschlecht und war für ihren Hochmut ebenso berüchtigt wie für ihre Hartherzigkeit. Weich zeigte sie sich nur zu ihrem Söhnchen, das sie in Milch badete und mit Brotkrumen abrieb. Als sie, hoch zu Ross, von einer Bettlerin am Wegesrand um ein Stück Brot für deren hungerndes Kind angefleht wurde, schleuderte sie auf sie mit den verhängnisvollen Worten “Da hast du dein Brot!” einen Stein herab. Damit offenbarte die Riesin nicht nur Geiz, sondern auch Verachtung. Das Ende der Geschichte kennen wir: Der Fluch der Bettlerin, Frau Hitt möge zu Stein werden, wie es ihr Herz bereits sei, ereilte sie prompt. Seitdem thront sie samt Pferd als schroffer Felszacken auf dem Grat der Nordkette und prägt Innsbrucks Stadtbild.

Hier könnt ihr den sehr lesenswerten Artikel nachlesen:

https://www.derstandard.at/story/2000122409042/wo-sind-alle-bettler-hin?fbclid=IwAR1Ms8ICMbvlu0tgxeBkrVUpNdf3xBr9cRJxtklWgOjflCUqU5YCLmqE_I8