Hier wird künftig an folgenden Punkten gearbeitet, die unseres Erachtens von vielen gebraucht werden und wonach derzeit gesellschaftlich dringender Bedarf ist:

  1. Eine klare Analyse der internationalen Gesellschaftskrise mit ihren unterschiedlichen Aspekten (Gesundheits-, kapitalistische Wirtschaftskrise, Klima- und ökologische Krise, Verschiebung der internationalen Machtverhältnisse, Verschärfung der Nord-Süd-Krise, Flüchtlingskrise, Aufrüstung, Aufstieg des Rechtsnationalismus…). Uns geht es dabei letztlich um die praktische Verbindung der verschiedenen Bewegungen wie Soziale und gewerkschaftliche Bewegungen, BlackLivesMatter und Kampf gegen jede Form der Diskriminierung, Frauenstreik, Klimastreikbewegung, Anti-Korruption und demokratische Bewegungen usw.
  2. Eine klare Analyse der widersprüchlichen Regierungspolitik in Österreich und der EU: Wir halten gesundheitspolitische Schutzmaßnahmen grundsätzlich für notwendig, kritisieren aber einerseits die späte und inkonsequente Reaktion auf Grund der Rücksichtnahme auf die Tourismuswirtschaft und Wirtschaftslobbies, andererseits das dilettantische Management, die fehlende Transparenz vor allem nach dem Lockdown, das einseitige Abladen der Lasten auf den Rücken der Frauen durch weitgehende Abschiebung in den privaten Bereich, die Ignoranz und der fehlende Schutz für die prekär Beschäftigten und letztlich aller Werktätigen, vor allem der arbeitslos Gewordenen, das sture Verweigern jeder internationalen Solidarität und die unmenschliche Ignoranz gegenüber den Geflüchteten. „Systemrelevante Arbeiten“ werden zwar beklatscht, eine Stärkung ihrer Anerkennung durch (bessere) Bezahlung und akzeptable Arbeitsbedingungen jedoch beharrlich verweigert. Zwar wird vollmundig verkündet, „koste es, was es wolle“ einen Weg aus der Gesundheits- und Wirtschaftskrise zu managen. Die Unterstützungs- und Rettungspakete illustrieren jedoch die unsozialen und primär an den Interessen des Großkapitals orientierten Prioritäten der Regierung. Trotz der gewaltigen zusätzlichen Budgetschulden von derzeit 50 Milliarden (das sind 61% des Jahresbudgets) wird die Diskussion über deren Finanzierung auf Jahre vertagt und damit letztlich der Masse der Bevölkerung aufgeladen.
  3. Die Entwicklung konkreter solidarischer Forderungen und Programme, die aus der Krise führen, um Orientierung anzubieten, Bewegungen besser zu fokussieren und zu ermutigen.
  4. Die Entwicklung von wünschenswerten Visionen für die Wirtschaft und Gesellschaft (offener undogmatischer Marxismus, Feminismus, Ökosozialismus,….)
  5. Nicht nur graue Theorie, sondern aktives Eingreifen: Initiativen unterstützen oder selbst Initiativen setzen, wo dies notwendig ist – im Sinne einer Gesamtbewegung. Diese verschiedenen Bewegungen ermutigen, stärken und verbinden und auf deren Wirksamkeit zu achten – unsektiererisch, solidarisch und klar.
  6. Das eigene Know-How zielstrebig weiterentwickeln, sich weiterbilden, strukturiert diskutieren, Konsequenzen ziehen, sich organisieren und arbeitsteilig auf einer klaren Basis kooperieren. Sich aktiv solidarisch und unsektiererisch in Netzwerken, Bewegungen und an Kämpfen beteiligen, Selbstorganisation ermutigen und unterstützen. Praktische Erfahrungen in Initiativen und Bewegungen gemeinsam reflektieren, weitere Strategien entwickeln und Aktivitäten vorbereiten. Es geht also um eine fokussierte Arbeitsweise, um abgesprochene Analysen und Strategien, die arbeitsteilig umgesetzt werden sollen.

Wir laden euch ein, diesen Weg gemeinsam mit uns zu planen und zu gehen. Wir wollen mit der Organisation einer Reihe von Vorträgen und Diskussionen beginnen, eine Webseite (gibts schon), einen Newsletter und Auftritte in sozialen Medien betreiben und inhaltliche Impulse geben. Und wir beteiligen uns aktiv und solidarisch in verschiedenen Netzwerken und Bewegungen.