Die Sklavenwirtschaft. Der Rassismus. Die USA.

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– von Winfried Wolf

Black Lives Matter – Das Leben von Schwarzen zählt“: Diese Forderung wird in Amerika seit 500 Jahren vorgetragen

Am 11. Juni 2020 gab US-Präsident Donald Trump dem Sender Fox News ein bemerkenswertes Interview. Trump argumentierte, er habe mehr für die Schwarzen in den USA geleistet „als jeder andere Präsident vor mir“. Ausdrücklich verwies er dann auf Abraham Lincoln, von dem es heißt, er habe die Sklaverei in den USA abgeschafft. Trump sagte: „Lincoln did good for the black community but the end is questionable“. Abraham Lincoln, 1861 als 16. Präsident der USA gewählt und 1865 noch während seiner Amtszeit ermordet, habe Gutes für die Schwarzen getan, doch das Ende sei fragwürdig. Die Interviewerin, Harris Faulkner, selbst Schwarze, unterbrach den weißen Herrenmenschen mit den Worten: „Well, we are free, Mr. President, so I think he did pretty well – Nun, wir sind frei, Mr. President. Daher glaube ich schon, dass er das ganz gut gemacht hat.“ Trump blieb stur und äußerte: „Yes, we are free.“ Für ihn ging es um die Freiheit der USA. Um die Freiheit von Seinesgleichen. Um Kapitalfreiheit. Um die Freiheit, maximale Gewinne zu machen. Die Interviewerin vertrat die Auffassung, es sei um die Freiheit der Schwarzen gegangen.[1]

Tatsächlich sagte Lincoln 1862: „Was ich bezüglich der Sklaverei und der farbigen Rasse unternehme, tue ich, weil es hilft, die Union zu retten; und was ich unterlasse, unterlasse ich, weil ich nicht glaube, dass es helfen würde, die Union zu retten.“[2] Entsprechend sah das Ergebnis des Bürgerkriegs aus, in dem es dem Norden angeblich um eine Aufhebung der Sklaverei, in Wirklichkeit aber um Expansion des produktiven Kapitals im Norden auch verstärkt nach Süden und nach außen und vor allem um die Verteidigung des riesigen Marktes und der gewaltigen Rohstoffe auf dem Gebiet der Vereinigten Staaten ging.

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