Solidarität mit den Patient*innen und dem Gesundheitspersonal in den Intensivstationen!

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Für eine kluge, mutige, konsequente und solidarische Corona-Schutzpolitik!

In den Intensivstationen kämpfen Pfleger*innen und Ärzt*innen für das Leben und die Gesundheit der Patient*innen. Die Politik müsste sie unterstützen. Tut sie aber nicht. Das miserable Corona-Management von Ischgl ist uns allen noch in lebhafter Erinnerung, Konsequenzen gab es keine. Auch der Landesrat, der ständig wiederholte, er habe immer alles richtig gemacht, ist weiter im Amt.

Stattdessen wurde beim Auftauchen des europäischen Hotspot Nr. 1 mit der Südafrika-Mutation im Zillertal schon wieder fleißig weggeschaut, kleingeredet, verschleppt. Mit lokalpopulistischen Aufwallungen wurden abwechselnd die Bayern oder die Wiener zu Aggressoren gegen Tirol stilisiert, die es zu bekämpfen gelte. Statt sofort energische Maßnahmen zu ergreifen, wurde dem Virus durch Untätigkeit ein Vorsprung von 6 Wochen geschenkt. Erst dann gab es – sehr zögerlich – erste, viel zu schwache Maßnahmen. Ohne Solidarität der EU, die zusätzlichen Impfstoff lieferte, um eine Riegelimpfung der Bevölkerung im Bezirk Schwaz zu ermöglichen, würde der Bezirk Schwaz heute nicht bei einer vergleichsweise guten 7-Tagesinzidenz von 55 dastehen. Statt sich zu bedanken und selbstkritisch die eigenen Fehler und Versäumnisse einzubekennen, klopft man sich jetzt selbstherrlich auf die eigenen Schultern.

Die Entwicklung im Bezirk Schwaz zeigt: Die Impfung wirkt! Aber es gibt – nicht zuletzt auch wegen des schlechten Managements – zu wenig Impfstoff, es geht viel zu langsam mit den Impfungen. Für die Zeit bis zu einem ausreichenden Impfschutz ist eine umsichtige, kluge, konsequente und solidarische Corona-Schutzpolitik notwendig, damit wir rasch und nachhaltig aus der Pandemie herauskommen. Es ist zu wenig, wenn nur die Bundesländer mit den aktuell höchsten Inzidenzen Schutzmaßnahmen ergreifen, aber die anderen, möglichst schnell wieder alles öffnen wollen. Notwendig ist unserer Meinung:

  • Ein kurzer solidarischer gesamtösterreichischer Lockdown, bis jede einzelne Infektion wieder nachvollziehbar wird und der Level möglichst niedrig gehalten wird. Dieser muss alle Bereiche einbeziehen, wo Infektionen passieren können, auch die Betriebe.
  • Schutzkonzepte für jeden Betrieb, jede Organisation, jeden Bereich, die mit materieller und logistischer Unterstützung der Regierung von den Betroffenen selbst erarbeitet werden, damit sie passen und das Wissen der Expert*innen vor Ort nutzen – und damit alle bei der Umsetzung aktiv mitmachen.
  • Aufhebung der Patente für Impfstoffe, Wissen teilen und gegenseitige Unterstützung international! Impfstoffe und Medikamente müssen für die ganze Menschheit zur Verfügung stehen, nur so kommen wir nachhaltig aus der Pandemie. Wenn das Virus in armen Ländern weiter grassiert, bilden sich unvermeidlich neue Mutationen und die Pandemie flammt immer wieder auf!
  • Sozial gerechte Verteilung der Lasten: Schutzmaßnahmen und Krisenfolgen dürfen nicht auf den Rücken der Frauen und sozial Benachteiligter abgewälzt werden.
  • Stärkung des Gesundheitswesens und massive Verbesserungen der Bezahlung und der Arbeitsbedingungen in allen systemrelevanten Arbeitsbereichen!
  • Erhebung einer Krisensteuer auf große Vermögen und Profite, damit die Lasten nicht wieder auf die Lohnabhängigen, kleinen Gewerbetreibenden und die Frauen abgeladen wird!

Weitere Informationen hier:     https://zero-covid.org/

Artikel:

pdf der ZeroCovid-Zeitung Nr. 1

Winfried Wolf – Corona und tektonische Verschiebungen

Hunderttausende starben unnötig an Corona

ZeroCovid ist für zwei Milliarden Menschen Realität

Die aktuelle Debatte zu Corona und ZeroCovid

Kontakt: Tel. 0680/ 402 9971, Mail w.hanser@gmx.at