Wie sich die griechische Linke selbst erledigte

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Von: Dr. Florian Wilde 21. September 2020

(Jacobin)

Wie sich die griechische Linke selbst erledigte.

Vor fünf Jahren flog die radikale antikapitalistische Linke aus dem griechischen Parlament und überließ den rechten Parteien die Opposition gegen Alexis Tsipras‘ harten Sparkurs. Ein tragisches Lehrstück über die Folgen linken Sektierertums. Von Florian Wilde.

Niederlagen linker Kräfte aufgrund der Übermacht der Gegner und einer ungünstigen historischen Situation sind bitter. Tragisch jedoch sind Niederlagen, die im eigenen Unvermögen begründet sind.

Ein solcher Fall ließ sich vor fünf Jahren in Griechenland beobachten, als sich Laiki Enotita (»Volkseinheit«, kurz LAE) und Antarsya (»Antikapitalistische Linke Zusammenarbeit für den Umsturz«) – die führenden Gruppierungen links von Syriza – angesichts vorgezogener Neuwahlen im September 2015 nicht auf einen gemeinsamen Wahlantritt einigen konnten. Dieses Versagen wurde mit Jahren der Marginalisierung gestraft – ein Zustand, der sich seitdem nur verschlimmert hat, und für den kein Ende in Sicht ist.

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